Forex

Der Begriff “Forex“ ist die kurze Variante von Foreign Exchange Market und bezeichnet den sogenannten Devisenmarkt. Er beschreibt rein ökonomisch jenen Ort, an dem die Nachfrage nach Devisen und ihr Angebot aufeinandertreffen und entsprechend gehandelt werden. Dieser Ort lässt sich nur schwer lokalisieren, denn der eigentliche Handel findet meist direkt zwischen den Marktteilnehmern statt, sodass die Devisenbörsen bedeutungslos und schließlich abgeschafft wurden.

Begonnen hat der der Forex Handel um das Jahr 1880 als die Möglichkeit entstand Zahlungen aus dem Ausland auf einem eigenen Konto im Ausland einzahlen zu lassen. In den nächsten Jahren wurde die Weltbank und auch der IWF gegründet und 1944 schließlich das sogenannte Bretton-Woods-Abkommen geschlossen. Dadurch wurden die Wechselkurse international einheitlich festgelegt und auch ihre Schwankungsbereiche klar definiert.

Um diese Kurse zu halten wurden die verschiedenen Zentralbanken dazu verpflichtet in das Marktgeschehen einzugreifen und die festgelegten Interventionspunkte wieder entsprechend herzustellen. Diese Punkte wurden mit den Wechselkursen festgelegt und ein Handeln war entsprechend bei Unter- sowie bei Überschreitung notwendig.

Erst 1969 wurde dieses System gelockert und vier Jahre später die festen durch Wechselkurse mit freien Schwankungen ersetzt. Die Ursache hierfür war der Beginn des sogenannten „Block Floating“, welches gleichzeitig jedoch auch ein höheres Risiko für alle Beteiligten am Markt bedeutete. Alle Märkte – egal ob Devisen-, Aktien- oder Zinsmarkt – mussten nun mit deutlich größeren Kursschwankungen zurechtkommt. Gerade in Krisenzeiten konnten diese Schwankungen extrem werden. 1974 wurde schließlich die sogenannte Herstatt-Bank geschlossen und es tauchte erstmals die Frage aus, was mit den Verbindlichkeiten einer Bank geschah sobald diese den Forderungen nicht mehr nachkommen konnte. In der Folge wurde immer heftiger ein gutes Risikomanagement diskutiert, das diese Schwankungen und daraus resultierende Krisen bzw. Krisen und daraus resultierende Risiken für die Marktbeteiligten besser händeln sollte.

Devisenhandel und Devisengeschäfte am Forexmom

Der Forex beinhaltet im Wesentlichen den sogenannten Devisenhandel. Darunter fällt hauptsächlich der sogenannte Interbankenhandel, also der Handel zwischen den international tätigen Kredithäusern. Die Devisengeschäfte bezeichnen dagegen die verschiedenen Grundformen des Devisentermin- und Devisenkassageschäfts. Auch die daraus abgeleiteten Varianten des Devisenoptions- oder Devisenswapgeschäfts gehören dazu.

Die ersten beiden Varianten des Devisengeschäfts werden dabei im Wesentlichen durch den Zeitraum differenziert, der zwischen dem Start und der eigentlichen Erfüllung des Geschäftes vergeht. Bei Kassageschäften dürfen bis zum Zeitpunkt der Erfüllung beispielsweise maximal zwei Bankarbeitstage vergehen, während es bei Termingeschäften mindestens drei Tage bzw. 1, 2, 3, 6 oder sogar insgesamt 12 Monate sind. Für diesen Zeitraum werden die aktuellen Kurse von beiden Seiten festgeschrieben und unabhängig von eventuellen Kursänderungen im festgelegten Zeitraum beibehalten.

Devisenswapgeschäfte beschreiben dagegen eine Kombination von Termin- und Kassageschäften. Dem Namen entsprechend werden Kassa- mit Termingeschäften oder umgekehrt getauscht. Gleichzeitig wird dabei jedoch auch der Tausch von Währungen zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses sowie der Rücktausch zu einem späteren Zeitpunkt abgesprochen. Aufgrund dieser Vorgehensweise werden Swapgeschäfte ähnlich den Termingeschäften zu den Kurssicherungsgeschäften gezählt. Bei Optionsgeschäften wird dem Käufer dagegen lediglich die Option eingeräumt für einen Zeitraum X oder zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Währung zu einem bei Abschluss festgelegten Kurs zu beziehen.