Was ist Forex?

Forex - Abkürzung für den Forex Exchange Markt – ist der Währungsmarkt an dem Devisenangebot und Nachfrage aufeinandertreffen, um zum ausgehandelten Devisenkurs getauscht werden. Der Devisenmarkt kennt keine Devisenbörsen. Forex ist eine Plattform, wo der Devisenhandel zwischen den Marktteilnehmern direkt stattfindet. Da die Feststellung der Werte einer Währung seit 1998 direkt stattfindet, sind Devisenbörsen überflüssig geworden.

Marktteilnehmer am Forex

Durch den Forex wird der Tausch von inländischem Geld in ausländischem Geld und umgekehrt möglich. Mit dem Tausch wird auch die Kaufkraft umgewandelt. Das Prinzip in der Ausnutzung von Schwankungen zum Vorteil des Käufers. Zu den Marktteilnehmern gehören Kreditinstitute, Industrieunternehmen, Devisenmakler, private Devisenhändler und Handelshäuser. Auch die Zentralbanken sind auf dem Devisenmarkt tätig. Sie greifen aus wirtschaftspolitischen Gründen in dem Markt ein, um ein Devisengleichgewicht wieder herzustellen. Der größte Teil des Devisenhandelns findet im sogenannten Interbankenhandel statt.

Teilnahme für private Händler

In der Praxis findet der Handel nur noch auf elektronischem Weg statt. Innerhalb von wenigen Sekunden werden oft hohe Beträge zwischen den Banken ausgehandelt. Bei dieser Art des Handels wird ausschließlich Buchgeld übertragen. Da der Handel über das Internet abgewickelt wird, bieten große Banken und Forex-Broker auch privaten Händlern einen indirekten Zugang zum professionellen Devisenhandel. Der Anbieter fungiert dabei als Market Maker. Er stellt meist im Sekundentakt Kauf- und Verkaufskurse auf. Der Anbieter verdient am sogenannten Spread, der Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufskurs, die sich oft erst aus der fünften Nachkommastelle ergibt. Der Devisenhandel ist allerdings mit erheblichen Risiken verbunden.

Marge und Nachschusspflicht

Um nennenswerte Gewinne zu erzielen, wird meist auf Marge gehandelt. Wenn diese nur einen Prozent beträgt muss der Anleger zwar nur 1000 Euro einzahlen, um für 100.000 Euro eine andere Währung zu kaufen. Sollte diese Währung dann aber um ein Prozent fallen, bevor der Anleger die Währung wieder abstößt, besteht Nachschusspflicht. In diesem Fall würde die Nachschusspflicht ebenfalls 1000 € betragen, was einem Verlust von 100 Prozent entspricht. Um die Verluste zu begrenzen, können allerdings im Vorfeld Kurse festgelegt werden, bei denen ein Verkauf automatisch ausgelöst wird. Dieses Verfahren nennt sich Stop-Loss.

Ausnutzung geringer Kursschwankungen

Auch das Devisengeschäft besteht wie jedes andere Geschäft in Leistung und Gegenleistung. Eine Währung wird gegen die andere getauscht. Die Währungskurse werden immer in entsprechenden Paaren angegeben. Euro gegen Dollar wird zum Beispiel als EURUSD 1.5834 angegeben. Das heißt, für einen Euro bekommt der Händler 1.5933 US-Dollar. Die Quotierung erfolgt bei vielen Währungspaaren bis auf die vierte Stelle hinter dem Komma. Im Handel zwischen Banken und Unternehmen werden die Kurse bis auf fünf oder sechs Stellen quotiert. Gehandelt wird rund um die ganze Welt und ausschließlich werktags rund um die Uhr. Dies erlaubt es den Teilnehmern, auf relevante Ereignisse zu reagieren. Online-Händler haben aber inzwischen dafür gesorgt, dass auch am Wochenende gehandelt werden kann. Aufgrund der Öffnung des Devisenmarkts rund um die Uhr werden in jüngerer Zeit immer mehr automatische Handelssysteme etabliert. Diese Forex-Boots kaufen und verkaufen nach bestimmten Indikatoren. Sie versuchen, Trends vorauszusehen. Dies entspricht einer technischen Analyse eines Händlers.